96. Jahrestagung der DOG 1998

P388

AUGENBETEILIGUNG BEI SYSTEMISCHEM LUPUS ERYTHEMATODES

M. Landeck1, K.-H. Velhagen1, E. Feist2, F. Hiepe2, R. Burmester2

Ziel: Prospektive Analyse zur Manifestation und Ausprägung einer okulären Beteiligung bei gesichertem systemischen Lupus Erythematodes (sLE).

Patienten und Methodik: Zwischen 1/1997 und 12/1997 wurden 30 Patienten (25 Frauen und 5 Männer) aus der rheumatologischen Klinik, Charité, vorgestellt, die die internationalen diagnostischen Kriterien des sLE erfüllten. Bei allen Patienten war eine immunsuppressive Therapie mit Prednisolon und/oder Azathioprin, Antimalariamedikation oder extrakorporale Immunabsorbtion eingeleitet. Eine augenärztliche Untersuchung mit Biomikroskopie, Druckmessung und Ophthalmoskopie wurden bei allen Patienten durchgeführt und ergab bei 2 Frauen vaskulitische Veränderungen.

Ergebnisse: Unter hochdosierter immunsuppressiver Therapie war der ophthalmologische Verlauf bei einer Patientin rasch progredient mit chorioretinaler Beteiligung und hoher exsudativer Ablatio. Während die seit 9 Jahren bekannte Systemerkrankung unter der Therapie gut geführt werden konnte, zwang der progrediente Verlauf der exsudativen Ablatio zur Vitrektomie mit Silikonöltamponade.

Schlußfolgerung: Bei heute effektiverer Therapie des sLE werden Augenbeteiligungen gegenüber früheren Mitteilungen seltener beobachtet, jedoch können schwere Verläufe mit retinaler Vaskulitis trotz adäquater Kontrolle des allgemeinen Krankheitsgeschehens auftreten.

Augenklinik, Universitätsklinikum Charité, Campus Virchow-Klinikum, D-13353 Berlin1 und Medizinische Klinik III, Charité, D-10098 Berlin2


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