96. Jahrestagung der DOG 1998

K279

DIE PHOTOTHERAPEUTISCHE KERATEKTOMIE (PTK) - EINE ERFOLGREICHE THERAPIEMETHODE BEI THIEL - BEHNKE DYSTROPHIE UND DEREN REZIDIVE

M. Amm

Die hereditäre Thiel - Behnke - Dystrophie gehört in die Gruppe der vorderen Stromadystrophien und wurde erstmals 1967 beschrieben.

Patienten: 5 Mitglieder aus der Familie der Erstbeschreibung stellten sich in der Universitäts - Augenklinik Kiel erneut vor. Insgesamt 6 Augen wurden aufgrund der typischen wabenförmigen Trübungen mit Oberflächenunregelmäßigkeiten mittels PTK behandelt. Bei 2 Augen handelte es sich um ein Rezidiv der Grunderkrankung bei Zustand nach perforierender Keratoplastik vor 15 bzw. 18 Jahren. 4 Augen waren bisher unbehandelt. Die bestkorrigierte Sehschärfe lag präoperativ zwischen 0,16 und 0,5. Alle Behandlungen wurden mit dem Excimer Laser MEL 60 der Firma Aesculap Meditec durchgeführt. Stets kamen maskierende Substanzen unterschiedlicher Viskosität zum Einsatz. Die Nachbeobachtungszeit beträgt derzeit maximal 3 Jahre.

Ergebnisse: Alle Augen erlebten einen deutlichen Visusanstieg. Die korrigierte Sehschärfe verbesserte sich postoperativ auf mindestens 0,63. Die Hyperopisierungstendenz war maximal + 2,5 dpt.. Die beiden Augen mit Zustand nach perforierender Keratoplastik und längster Nachbeobachtungszeit nach Phototherapie zeigen mittlerweile beginnende Rezidive bei pachymetrischer Hornhautdicke von 470 m m und 510 mm zentral.

Schlußfolgerung: Die Excimer Laser vermittelte PTK stellt eine erfolgreiche Therapie der Thiel - Behnke - Dystrophie dar mit rascher Patienten- und Visusrehabilitation. Rezidive nach vorangegangener PTK oder pKP lassen sich erneut positiv beeinflussen und so eine pKP bzw. Re - pKP zeitlich hinauszögern.

Universitäts - Augenklinik Kiel, Hegewischstr. 2, D - 24105 Kiel


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