96. Jahrestagung der DOG 1998

K202

DER KERAVISIONâ -RING ZUR KORREKTUR DER NIEDRIGEN MYOPIE - ERSTE EIGENE ERGEBNISSE ZUR REVERSIBILITÄT DIESES VERFAHRENS

M. Bauer, K. Selde, Th. Neuhann

Hintergrund: Als ein wesentlicher Vorteil des KeraVisionâ -Ringes zur Korrektur der geringgradigen Myopie gilt, daß der Eingriff im Bedarfsfall durch Entfernen des Ringes reversibel ist, wobei die Refraktion zu den präoperativen Werten zurückkehrt. Wir berichten über Ergebnisse nach Explantation des Ringes, die aufgrund postoperativer Komplikationen erforderlich wurde.

Patienten und Methode: An der ALZ Augenklinik München wurden zumeist im Rahmen der Europäischen multizentrischen "Mecca-Studie" von Oktober 1996 bis März 1998 25 KeraVisionâ -Ringe (Kera Vision Inc., Fremont, CA) aus PMMA zur Korrektur einer Myopie zwischen -1 und - 5 dpt. implantiert. 4 Ringe mußten aus unterschiedlichen Gründen wieder entfernt werden.

Ergebnisse: Alle 4 Ringe konnten ohne wesentliche intra- oder postoperative Komplikationen entfernt werden. In allen Fällen kehrte die Refraktion innerhalb von 3 Monaten weitgehend zu den präoperativen Werten zurück, eine Abnahme des bestkorrigierten Visus war nicht zu verzeichnen. Im Hornhautstroma waren nach Ringentfernung biomikroskopisch Trübungen und Einlagerungen im Bereich der Ringkanäle zu beobachten.

Schlußfolgerung: Die Reversibilität des refraktiven Effektes des KeraVisionâ -Ringes ist durch die Möglichkeit zur Explantation gegeben. Eine Restitutio ad integrum auch des morphologischen Zustandes scheint nach den bisherigen Beobachtungen jedoch nicht zu erfolgen.

ALZ Augenklinik München, Ridlerstraße 75, D-80339 München


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