96. Jahrestagung der DOG 1998

P195

DIE PROGNOSE VOM AUGENTRAUMA MIT INTRARETINALEM FREMDKÖRPER

Z. Pikulski, J. Nawrocki, B. Bogorodzki, K. Dziegielewski

Ziel dieser Arbeit ist die Prognose des Augentraumas mit intraretinalem Fremdkörper (IRFB) festzustellen.

Patienten und Methode: In 58 konsekutiven Fällen (8-52 Jahre alt, 2 Frauen, 58 Männer) wurde der intraoculare Fremdkörper (IOFB) entfernt. IOFB lag in der Netzhaut bei 13 Augen (22%) (Gruppe I) und im Glaskörper bei 45 Augen (78%) (Gruppe II). Die beobachteten Ergebnisse in beiden Gruppen sind miteinander vergleicht worden. In 21 Fällen (36%) für IOFB Entfernung wurde elektromagnetische Traktion angewendet und in den restlichen 37 Fällen (64%) wurde es mit Glaskörperchirurgie Techniken entfernt. In allen 21 Fällen nach elektromagnetischer Traktion wurde Vitrektomie für die Behandlung einer PVR Netzhautablösung (15 Augen) oder Endophthalmitis (6 Augen) durchgeführt.

Resultate: Während der Beobachtungszeit (6-54 Monate, Mittelwert 22,5 Monate) war die Netzhaut bei 9 Augen (69%) von Gruppe I und bei 30 Augen (67%) in Gruppe II anliegend. Die Mindestsehschärfe 5/200 wurde bei 9 Augen (69%) in Gruppe I und bei 27 Augen ( 60%) beobachtet.

Schlußfolgerung: Die intraretinale Lage des Fremdkörpers muß nicht als schlechter Prognosefaktor nach Augentrauma betrachtet werden.

Klinika Chorob Oczu AM w Lodzi, 90-153 Lodz, Kopcinskiego 22, Polen


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